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am 16. April

Rot-Pinkes Radwegeprogramm ist nur eine Schmalspurvariante

Kilian Stark - Das erste Rot-Pinke Radwege Bauprogramm ist mehr als enttäuschend. Der Verkehr bleibt damit das Klima-Sorgenkind.

Noch im Wahlkampf haben SPÖ und auch Neos 30 Kilometer Radwege pro Jahr versprochen. Heute ist davon nichts mehr übrig. Das von Stadträtin Ulli Sima präsentierte Radwegeprogram ist enttäuschend und ist ein weiterer Rückschlag für den Klimaschutz in Wien.

mut fehlt

Wesentliche fertig-geplante Projekte wie die Praterstraße, Linke Wienzeile und die Brünner Straße bleiben weiterhin liegen und scheitern am fehlenden Mut im Rot-Pinken Rathaus und am Widerstand der roten Bezirkskaiser. Die Wiener*innen verdienen sich mehr Mut und Visionen im Verkehrsressort. Während für die schädliche Donaustadtautobahn mit einer halben Milliarde Euro geklotzt wird, bleiben für den Klimaschutz nur Krümel.

Selbst die beiden größten Projekte in Simas Radwegeprogramm wie die Wagramer Straße und die Franz-Grill-Gasse sind auf grünen Schreibtischen entstanden. Jetzt ist auf die klimagerechte Umsetzung zu achten.

Andere Städte haben schon gezeigt, wie es geht

Wie in anderen europäischen Großstädten auch, steigen auch in Wien immer mehr Menschen auf das Fahrrad. Das ist eine sehr erfreuliche Entwicklung. Damit aber einerseits noch mehr Menschen sich für diese umweltfreundliche und gesunde Mobilitätsart entscheiden, braucht es mehr und sichere Radwege. Ziel muss es sein, dass Schulkinder sicher in die Schule fahren können, genauso, wie Erwachsene und ältere Menschen sicher von A nach B kommen müssen. Andere europäische Städte haben schon gezeigt, wie es geht. Wien muss mitmachen.

große Worte sind nicht genug

Die Rot-Pinke Regierung ist mit großen Worten gestartet was den Mobilitätsbereich betrifft, was sie jetzt abliefert ist bestenfalls eine Karikatur dessen. Bei den Öffis haben sie schon gezeigt: Sie wollen lieber weniger als mehr. Bei den Radwegen geht es jetzt in gleicher Weise weiter. Damit Wien auch in den nächsten zehn Jahren die lebenswerteste Stadt bleibt, müssen wir uns bewegen und brauchen eine zukunftsorientierte Mobilitätspolitik. Es reicht nicht, mutige Visionen zu unterschreiben oder anzukündigen, man muss sie auch umsetzen.