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am 13. August 2015

Unser Fünf-Punkte-Programm für eine kühlere Stadt

Rüdiger Maresch - Wien wird bis Ende der Woche insgesamt mehr Tage mit 35 Grad und mehr gehabt haben als in den letzten zehn Jahren zusammen. Sommer wie diese werden in Zukunft immer häufiger werden. Die Stadt muss sich anpassen.

Fünf Punkte gegen Hitze

KlimaforscherInnen sagen, die Hitze wird in den nächsten Jahren noch stärker werden. Es kann durchaus sein, dass wir die 40 Grad-Marke überschreiten. Kinder, Kranke und ältere Menschen leiden besonders darunter, manchmal ist es für sie sogar lebensgefährlich. Die Stadt Wien muss schleunigst auf die Klimaerwärmung reagieren – es gibt viele Möglichkeiten. Hier ist das Grüne Fünf-Punkte-Programm für die kühlere Stadt.

1. Let it grow - AUF DächerN, Fassaden und in InnenhöfeN

Die Fördertöpfe für die Begrünung sind viel zu klein. Wir wollen sie verzehnfachen – von 400.000 Euro auf 4 Millionen Euro.

Wir wollen, dass Dach-, Hof- und Fassadenbegrünung bei Neubauten Standard werden. In der Seestadt Aspern ist das jetzt schon so.

2. Bäume schützen

Gerade alte Bäume sind in der dichtverbauten Stadt von immensem Wert für die Lebensqualität. Jeder Baum senkt seine Umgebungstemperatur um bis zu 5 Grad Celsius, wegen der hohen Verdunstungsleistung. Bäume müssen daher besser geschützt werden.

Bei Forstwegen werden auf beiden Seiten des Weges eine ganze Stammlänge Bäume geschlägert – zum Beispiel im Wienerwald und in der Lobau. Wir wollen das beenden, indem wir das Forstgesetz ändern.

Im Winter beschädigt das Streusalz alte Bäume, dabei gibt es längst weniger schädliche, chloridfreie Alternativen. Wir wollen das Baumschutzgesetz ändern, damit weniger Kochsalz auf Wiens Gehsteigen und Straßen kommt.

Wir wollen keine Bäume für Tiefgaragen opfern.

3. Mehr Wasser

Große Freiflächen sollen nutzbare Wasserflächen bekommen. Auf der neuen Mariahilfer Straße gibt es etwa Wassertische, am Wallensteinplatz einen begehbaren Brunnen – das kühlt!

Künstliche Bäche wie auf unserem Beispielfoto aus Le Albere im Trient sollen in den Gassen Wiens für Abkühlung sorgen.

Die unterirdischen Bäche in den Randbezirken sollen wieder an die Oberfläche, zum Beispiel der Alserbach.

Die städtischen Grünflächen brauchen Bewässerung.

Wir wollen in jedem Bezirk einen Wasserspielplatz und flächendeckend Trinkwasserbrunnen.

Die Straßen sollten bei Hitzeperioden regelmäßig mit Donauwasser gewaschen werden.

4. Gratis Öffis an Hitzetagen

Wir wollen Gratis-Öffis an extremen Hitzetagen.

Wir wollen die Umstellung auf E-Taxis forcieren.

Wir wollen die Ausweitung der Jahreskarte auf die erste Außenzone, damit die PendlerInnen auch auf die Öffis umsteigen.

5Hitzeinseln vermeiden

Wir wollen Gemeinschaftsgärten und die Stadtlandwirtschaft fördern, sie sorgen auch für Abkühlung.

Wir wollen helle Gebäudefassaden fördern: sie speichern weniger Hitze.

Kinderspielplätze und Sitzbänke müssen beschattet sein.